Mit dem Oberleitungsbus durch Eberswalde

Dezember 20th, 2009 § 1

Meine Schwiegereltern sind große Fans des öffentlichen Nahverkehrs. Zu einem ihrer Geburtstage gibt es immer ein Event das den öffentlichen Nahverkehr in seine Mitte stellt.
Gestern war wieder ein solcher Tag. Meine Schwiegereltern haben alle Gäste dazu aufgefordert sich in Berlin Mitte ein zufinden, dann wurden Fahrkarten verteilt und es ging los ohne Angabe von Ziel.
Stilecht mit U-Bahn und Regionalexpress, ging es nach Eberswalde, einer Kleinstadt bei Berlin. Dort angekommen sind wir noch mit einem Linienbus ins “Zentrum” gefahren um dort in einem kleinen Café (dem Gustav) etwas Kleines zu essen.
Wussten aber immer noch nicht warum man uns her gelockt hatte (das Gustav war übrigens sehr süß).
Alsdann sind wir wieder raus in die Kälte (-12 Grad), zur Bushaltestelle und da kam die Überraschung, ein 70 Jahre alter Oberleitungsbus der zu seinen Lebzeiten in Berlin gefahren ist.
12 Jahre lange wurde er in Freizeitarbeit restauriert und ist sogar Tüvgeprüft und zugelassen. Sind dann einmal das gesamte Netz von Eberswalde abgefahren Dazu gab es Geschichten rund um die Oberleitungsbusse in und um Berlin. In Eberswalde gab es übrigens die erste O-Busline von Europa, ein umgebauter Pferdebus von 1901.
Zwischendurch mussten wir noch in einen jüngeren Skoda-O-Bus wechseln, weil durch Kälte die Oberleitungen so gespannt waren, dass der Abnehmer des ersten Bus zu kurz war.
Durch ihr Alter sind die Busse leider nicht richtig warm geworden innen drin, nach den anderthalb Stunden Busfahrt waren wir also mächtig durchgefroren und dann auch froh wieder in einen neuen RE einzusteigen, da war es warm drin.

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