Juli 14th, 2009 §
Ich zeichne bei fast allen Sportarten meinen Pulsverlauf auf. Dachte mir ich vergleiche mal grob die Verläufe zwischen zwei Sportarten. Einmal das Radfahren und passend zum letzten Eintrag Paddeln im 2er-Kayak.
Beim Radfahren sieht man deutlich einen gleichmäßigen Puls in dem Fall um die 135 herum.

Der Peak stammt vom Solarberg wo es sehr steil hochgeht und durch die erhöhte Belastung muss das Herz auch mehr arbeiten.
Im Gegensatz dazu Paddeln auf der Wiesent. Obwohl man eigentlich immer mit dem Strom paddelt, sind deutlich mehr Schwankungen aber auch ein deutlich niedrigerer Puls zu sehen.

Auch hier kann man Peaks erkennen. Diese stammen von den Stellen, wo das Kayak am Ufer um Hindernisser herumgetragen werden musste. Eiduetig eine höhere Belastung für den Kreislauf.
Radfahren zeichnet sich durch eine sehr gleichmäßige Bewegung aus. Durch das kontinuierliche Treten pendelt sich auch der Puls auf einer bestimmten Höhe ein. Beim Padeln ist man viel mehr Faktoren ausgesetzt die zu einer ungleichmäßigen Belastung führen. Die Strömung trägt einen ans Ufer und man muss heftiger Gegenpaddeln. Bei Stromschnellen trägt zur körperlichen Belastung auch Stress mit bei und der Puls geht hoch. Außerdem muss ich zugeben, dass ich wesentlich mehr Radfahrerfahrung hab als beim Paddeln, würd sagen dass dadurch auch kein gleichmäßiger Bewegungsablauf zustande kommt (wahrscheinlich eher wildes ins Wasser gestochere).
Fands auf Jedenfall mal spannend die beiden Verläufe nebeneinander zu sehen.
Juli 14th, 2009 §
Ist zwar schon spät aber eine meiner Wochenendaktivitäten wollte ich euch nicht vorenthalten. Am Sonnabend waren wir nämlich rudern. Dadurch dass ich letzten Freitag schon etwas mehr Radgefahren war das eine ganz gute Abwechslung.
Wir sind mit Freunden nach Doos gefahren. In Doos war unser Kayakvermieter. Dort gab es eine kurze Einweisung und ab gings los. Es läuft dort so ab, dass man mit dem Kayak fährt soweit man kommt (bis 16:30h). Über die Strecke verteilt gibt es immer Aussteigstationen, ist man da angekommen, ruft man den Verleih an und die holen einen samt Kayak ab und fahren einen zurück zum Parkplatz.
Sind also losgekayakt runter die Wiesent.

Auf der Karte steht jetzt nur bis Gößweinstein, tatsächlich sind wir aber bis zur Schsenmühle gerudert.
Mit dem Kayak ist ja an sich nicht schwer. Wie man navigiert hat man einigermaßen schnell raus. Wie man nicht nass wird, den Trick hab ich bis zum Schluss nicht gelernt.
Die Tour ist ansonsten abwechslungsreich, es gibt einige Stromschnellen wo es etwas flotter vorangeht.

Dazu im Gegensatz sind dan ganz windstille und stömungslose Stellen, wo man begleitet von Paddelschlägen dahin rudern kann.

Ein bisschen Kraft braucht man schon, schießlich müssen die Kayaks an einigen Stellen getragen werden um an einem Wehr oder einer Mühle vorbei zu kommen. Auch ganz Barfuß ist das ganze Mühsam weil gerade beim herumtragen braucht man einen sicheren Tritt. Trotzdem sollte man sich darauf einstellen eventuell komplett durchnässt zu werden. Wertsachen wie Kameras kann man in vom Verleiher gestellten wasserdichten Kisten transportieren.
War eine schöne Erfahrung trotz bedecktem Himmels und kühleren Temperaturen. Durch die Größe der Gruppe sind wir etwas langsamer voran gekommen als geplant, genügend aber um mir ordentlichen Musekkater zu beschaffen um Schulterbereich und in den Oberarmen.
Juli 12th, 2009 §
Letzten Sonntag, nach einer langen Nacht, sitze ich morgens (d.h. gegen 12) beim Frühstücken. Es klingelt das Telefon und Tim meldet sich. Fragt ob ich spontan Lust auf auf eine sportliche Aktivität hätte. Von ihrem 4-Mann Team sein einer ausgefallen und sie bräuchten spontan Ersatz. Sei ein 5km-Sommerbiathlon in Fürth. Dacht ich mir Biathlon (also Laufen und Luftgewehr schießen) hab ich noch nie gemacht. 5km laufen ist auch eine überschaubare Distanz. Hab also noch schnell die Adresse rausgesucht und mich auf meine Fahrrad geschwungen. Logischerweise hab ich mich unterwegs verfahren, weil ich ein Stück des Wegs abkürzen wollte.
Am Wettkampfort angekommen, konnte ich gerade noch am Einschießen teilnehmen und los gings.
Coole Sache muss man schon mal sagen, einmal hat man das doch sehr intensive Laufen, in dem Fall bei 28°C und durch den Wald, auf der anderen Seite muss man sich beim Schießen schnell beruhigen um den Lauf einigermaßen ruhig zu halten und überhaupt ein Chance auf einen Treffer zu haben.
Die Regeln waren so, erst so 1500m laufen, dann das erste Mal im liegen auf kleinere Zieltafeln schießen.

Man hat 5 Schüsse und für jeden Nicht-Treffer musste man 75m Strafrunden laufen. Dann ging es ein 2tes mal auf die 1500m-Runde gefolgt vom im stehen Schießen. Stehend ist echt viel schwerer, weil man das Gewehr nicht ablegen kann auch wenn die Ziele einen größeren Durchmesser haben.

Dann Strafrunden laufen und zum Abschluss nochmal durch den Wald und durchs Stadion die letzten 2km.
Das ganze war ein Stafellauf, d.h. 4 Teilnehmer = 1 Team und man lief nacheinander. Ich habe sowohl einmal im Liegen als auch einmal im Stehen getroffen und muss zugeben dass ich etwas verwirrt war überhaupt getroffen zu haben, weil selbst im Liege, ist noch soviel Bewegung im Lauf, alles gar nicht so einfach.
Schlussendlich haben wir den 17ten Platz von 59 Teams belegt und dabei sind wir gegen Profisportler und Weltmeister wie Ricco Groß und Uschi Disl angetreten.

Ich fand das Ereignis eine gelungene Abwechslung zu einem “normalen” Lauf. Durch das Schießen, kann man den Lauf schön in einzelne Häppchen zerlegen und auch höhere Laufgeschwindigkeiten erreichen. Man bemüht sich auch ordentlich zu schießen, da die Strafrunden dann doch echt weh tun und auch Zeit ausmachen. Bin meine 5600m mit Schießen übrigends in 23min gelaufen.
Nächstes Jahr werd ich auf jedenfall wieder mitmachen. Ausgerichtet wurde die Aktion von Team Orange und es war die erste Veranstaltung dieser Art hier in der Gegend.